Smartes Hotel mit flexibler
IoT-Lösung
Praxiseinsatz im Hotelbetrieb mit flexibler, branchenunabhängiger IoT-Technologie
Praxiseinsatz im Hotelbetrieb mit flexibler, branchenunabhängiger IoT-Technologie
Im Rahmen des Projekts „Das smarte Tagungshotel“ wurde eine konkrete IoT-Lösung realisiert, die mit generischen Sensoren und Komponenten arbeitet und so maximale Flexibilität für unterschiedliche Einsatzgebiete gewährleistet. Ziel ist es, Betriebskosten zu senken, Prozesse zu automatisieren und den Ressourceneinsatz im Hotelalltag zu optimieren – und das bei minimalem Installationsaufwand.
Die Grundlage bildet das LoraWAN-Funknetz: Mit nur einem Gateway pro Etage können sämtliche Sensoren drahtlos angebunden werden. Die Sensoren selbst sind marktübliche, generische Geräte, die nicht speziell für ein bestimmtes Hotelsystem entwickelt wurden – sie sind somit flexibel in verschiedensten Umgebungen verwendbar. Die Daten aller Sensoren laufen zentral in der ALSO IoT Plattform zusammen und werden dort verarbeitet und visualisiert.
Hier wird etwa der Aguardio Wasserflusssensor eingesetzt, um die Funktion der WC-Spülungen kontinuierlich zu überwachen. Bei Leckagen, festhängenden Schwimmern oder anderen Defekten erfolgt eine automatische Benachrichtigung an das technische Personal. Dadurch werden Wasserverluste und Folgekosten verhindert, während die Sensortechnik prinzipiell auch in anderen Bereichen (z. B. Küchen, öffentliche Toiletten) einsetzbar ist.
In jedem Zimmer sind Fensterkontakte, Raumtemperatursensoren und Sensoren zur Ermittlung des Heizungsstatus installiert. Wird ein Fenster zu lange offengelassen, schaltet das System die Heizung automatisch ab. So wird Energie gespart, ohne Komforteinbußen für die Gäste. Auch diese Sensoren sind nicht auf Hotels beschränkt, sondern können in jedem Gebäude mit Heizungssteuerung genutzt werden.
Präsenzsensoren überwachen die tatsächliche Nutzung der Räume und gleichen diese Information mit dem Buchungssystem ab. Wird ein Raum nicht genutzt, wird er automatisch wieder freigegeben und nicht weiter beheizt oder beleuchtet. Das System funktioniert unabhängig von der Raum-Art und ist auch für Büros, Schulen oder Veranstaltungszentren geeignet.
Zusätzliche Ruftaster ermöglichen es Reinigungspersonal oder Haustechnik, schnell Hilfe anzufordern. Die Meldungen werden zusammen mit den Sensordaten an die zentrale Plattform gesendet und können über bestehende Kommunikationssysteme wie PoC-Geräte mit seamcomONE Talk direkt weitergeleitet werden.
Mithilfe eines Teltonika Routers wird diese Außenstelle zuverlässig mit dem Haupthaus verbunden. Dadurch können sämtliche IoT- und IT-Komponenten der Bar nahtlos in die zentrale Plattform integriert und überwacht werden, was die Flexibilität der Lösung auch für abgelegene Bereiche unterstreicht.
Das Besondere an der Lösung ist, dass sämtliche Sensoren und Komponenten generisch und branchenunabhängig einsetzbar sind. Das heißt: Das System lässt sich nicht nur im Hotelbetrieb, sondern auch in ganz anderen Gebäudetypen oder Branchen implementieren. Ob Energiemanagement in Bürogebäuden, Überwachung von Sanitäranlagen in öffentlichen Einrichtungen oder Raumbelegungserfassung in Schulen – die eingesetzten Technologien sind flexibel skalierbar.
Die Lösung für das smarte Tagungshotel zeigt exemplarisch, wie mithilfe generischer IoT-Komponenten und einer offenen Plattform konkrete Herausforderungen im Hotelbetrieb adressiert werden können. Gleichzeitig bleibt die Technologie offen für individuelle Anpassungen und den Einsatz in weiteren Branchen. So entsteht eine zukunftssichere, leistungsfähige und übertragbare Digitalisierungslösung – nicht nur für Hotels, sondern für jede Organisation, die nach Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit strebt.