Umweltschutz bei ALSO

REACH

REACH ist eine Verordnung der Europäischen Union (EU) und steht für „Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“. Die Richtlinie regelt die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von chemischen Substanzen. Hauptziel von REACH ist es, schädliche Einflüsse von Chemikalien auf Mensch und Natur zu ermitteln und auf diese Weise bestmöglichen Schutz vor Risiken durch chemische Stoffe zu gewährleisten.

Durch die am 1. Juli 2007 in Kraft getretene Verordnung erfuhr das Chemikalienrecht in Europa eine deutliche Vereinfachung. Grundlegender Bestandteil von REACH ist eine Meldepflicht für chemische Stoffe, die in der EU auf den Markt gebracht werden. REACH gilt sowohl für in der EU hergestellte als auch in ihre Mitgliedsstaaten importierte Substanzen. Die Einhaltung von REACH wird durch die zu diesem Zweck gegründete Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki übernommen.

Um die für die Marktzulassung nötige Registrierungsnummer zu erhalten, sind Hersteller oder Importeure zur Vorlage von Produktdaten verpflichtet. Die erforderlichen Informationen hängen von der Gefahrenklasse des jeweiligen Stoffes ab. Für alle Chemikalien schreibt REACH die Abgabe eines technischen Dossiers vor. In vielen Fällen ist auch ein Bericht zur Stoffsicherheit nötig. Für besorgniserregende Substanzen sieht REACH ein Expositionsszenario im Stoffsicherheitsbericht vor. Dabei wird eingeschätzt, in welchem Ausmaß Mensch und Umwelt mit dem Gefahrenstoff während Produktion, Verarbeitung und Anwendung in Kontakt kommen.

Nach Erhalt der Daten erstellt die ECHA eine Einstufung des zu registrierenden Stoffes. Dabei werden riskante Eigenschaften, die Expositionsprognose und die registrierte Gesamtmenge der jeweiligen Chemikalie berücksichtigt. Auf Basis der Einschätzung können gemäß REACH Zulassungs- oder Beschränkungsverfahren eingeleitet werden. Im Idealfall steht am Ende des Verfahrens eine europaweite Bewertung und Kennzeichnung des chemischen Stoffes.

ALSO Deutschland legt großen Wert auf die Einhaltung von REACH bei der Produktion der verkauften Produkte. In einer gesonderten Rubrik stehen die Erklärungen der einzelnen Hersteller zur Einhaltung der Richtlinie zur Einsicht bereit.

Allgemeine-Informationen / General-Information

REACH - Allgemeine Informationen

REACH - General Informations

Europäische Chemikalienagentur / European Chemicals Agency

Link zur Europäischen Chemikalienagentur

Link to European Chemicals Agency

ECHA - Candidate List

ECHA-Candidate-List

RoHS: Die europäische Richtlinie zu Gefahrstoffen

RoHS ist eine EU-Richtlinie. Sie regelt die Verwendung von gefährlichen Substanzen in Elektronik- und Elektrogeräten. Die Abkürzung RoHS steht für „Restriction of the use of certain hazardous substances“, zu Deutsch Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe. Die Verordnung verfolgt das Ziel, gefährliche Substanzen mithilfe einer europaweiten Richtlinie einzudämmen. Mit der Verabschiedung von RoHS im Januar 2003 wurde der Einsatz von Gefahrstoffen bei der Produktion von Elektronik- und Elektrogeräten neu geregelt und beschränkt.

Die Umsetzung von RoHS in Deutschland regelt seit März 2005 das Elektro- und Elektronikgerätegesetz. RoHS verbietet u. a. die Verwendung bleihaltiger Verlötungen und einiger giftiger Brandhemmer. Für den Einsatz gefährlicher Stoffe wie Quecksilber, Cadmium, Blei, sechswertiges Chrom, polybromierte Biphenyle (PBB) und polybromierte Diphenylether (PBDE) in der Produktion gelten seit einer Änderung der Richtlinie im August 2008 strenge Grenzwerte.

Für zahlreiche Produkte existieren allerdings Ausnahmeregelungen. Das gilt vor allem für Artikel, bei denen keine gleichwertigen Ersatzstoffe für die gefährlichen Substanzen zur Verfügung stehen. RoHS erlaubt u. a. weiterhin den Einsatz von Quecksilber in Stab- oder Kompaktleuchtstofflampen sowie die Verwendung von Blei in Fahrzeugbatterien. Vorerst komplett von RoHS ausgenommen sind u. a. die Medizin- und die Militärtechnik.

BattG steht für das seit 1. Dezember 2009 gültige Batteriegesetz. Damit wurde eine europäische Richtlinie aus dem Jahr 2006 umgesetzt, die Umweltbelastungen durch Altbatterien reduzieren soll. Durch das BattG werden Kennzeichnung sowie Vertrieb von Batterien und Akkus neu geregelt. Wichtiger Bestandteil von BattG ist eine Regelung, die Hersteller und Händler zur Rücknahme von Altbatterien verpflichtet.

ALSO Deutschland legt großen Wert auf die Einhaltung von RoHS und BattG. Bei der Fertigung unserer Produktangebote beachten unsere Lieferanten die Bestimmungen von RoHS. Mit unserer Beteiligung an der "Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien GRS" kommen wir unserer Verpflichtung aus dem Batteriegesetz nach.

WEEE und ElektroG

Die WEEE-Verordnung ist eine Richtlinie der Europäischen Union (EU) zur Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten. Die Neuregelung tritt im Januar 2013 in Kraft. In Deutschland regelt seit März 2005 das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) die Umsetzung der WEEE-Richtlinie.

WEEE steht für Waste of Electrical and Electronic Equipment, zu Deutsch Elektro- und Elektronikgerätemüll. Mithilfe der WEEE-Verordnung soll Elektroschrott vermieden bzw. verringert werden. Den Herstellern von Elektro- und Elektronikgeräten wurde mit der WEEE-Richtlinie umfassende Verantwortung für die umweltfreundliche Entsorgung von Altgeräten übertragen.

WEEE sieht eine Kennzeichnungspflicht vor. Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Geräte eindeutig identifizierbar sind. Seit November 2005 sind Unternehmen zudem verpflichtet, ihre Geräte beim Elektro-Altgeräte Register (EAR) zu anzumelden. Seit März 2006 müssen Hersteller außerdem monatlich die in Verkehr gebrachte Menge an Elektronik- und Elektrogeräten melden. Darüber hinaus verpflichtet die WEEE-Richtlinie Produzenten zur recyclingfreundlichen Herstellung ihrer Artikel. Auch die Verantwortung für die Abholung und die umweltfreundliche Entsorgung des Elektroschrotts liegt bei den Herstellern.

Die WEEE-Richtlinie sieht eine vom Hausmüll getrennte Entsorgung vor. In Deutschland sind laut ElektroG die Kommunen für das Sammeln von Elektroschrott zuständig. Die Wertstoffhöfe der Kommunen sortieren die abgegebenen Geräte nach fünf verschiedenen Kategorien. Die gesammelten Altgeräte werden von den Herstellern abgeholt und entsorgt.

Rund 95 % der IT- und TK-Produkte fallen unter die WEEE-Richtlinie bzw. unter das ElektroG. Grundsätzlich sind alle für eine private Nutzung geeigneten Geräte betroffen. Für rein gewerblich nutzbare Geräte gelten WEEE bzw. ElektroG hingegen nicht. In diesen Fällen müssen Handel und Abnehmer eine Vereinbarung zur Entsorgung treffen.

Die Verpflichtungen aus WEEE und ElektroG werden zum überwiegenden Teil von den Herstellern getragen. Der Fachhandel ist nicht zur Rücknahme von Altgeräten verpflichtet. Die Annahme kann jedoch auf freiwilliger Basis erfolgen. Treten Handelsunternehmen als Direktimporteure von nicht EAR-registrierten Geräten auf, können eine Registrierung und eine entsprechende Gebühr fällig werden.

Herausgeber: Europäische Kommission, Download

Ihre Ansprechpartner:

EAR - Elektronik- Altgeräte Register Projektgesellschaft b. R.
Benno-Strauß-Straße 5
90763 Fürth

+49 911 7665 -0
+49 911 7665 -99
info@ear-projekt.de
http://www.stiftung-ear.de/
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Robert-Schumann-Platz 3
53175 Bonn

+49 18 88 305 -0
+49 18 88 305 -3225
service@bmu.de
http://www.bmu.de/
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation & Neue Medien (BITKOM) e.V.
Albrechtstraße 10
10117 Berlin

+49 30 27576 - 0
+49 30 27576 - 400
bitkom@bitkom.org
http://www.bitkom.org