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Was ist digitale Transformation?

Und welche Bedeutung hat sie aus Sicht der Distribution?

Seit den 1990er Jahren
... revolutioniert das Internet alle Bereiche unseres Lebens. Die Kommunikation wurde beschleunigt und der sofortige Zugriff auf alle erdenklichen Informationen war rasend schnell und einfach möglich. Unternehmen wie Yahoo, Ebay, Amazon und Google sind innerhalb von ein paar Jahren massiv gewachsen. Plötzlich war die Welt ein Dorf.

Im Jahr 2000
... gab es den nächsten großen Meilenstein. Die Einführung von Smartphones – und damit die Installation von Millionen von Apps – veränderte die Landschaft des ITK-Marktes. Und jetzt verändern digitale Transformation und neue digitale Technologien wie Automation, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Blockchain, 3D-Druck und Virtual Reality die Welt wieder. Kurz gesagt, in allen Geschäftsbereichen sind die Auswirkungen durch die Integration von digitalen Innovationen und Technologien enorm.

Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg aber vor allem in der Bereitschaft der Unternehmen, dieser Transformation offen gegenüberzustehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie definiert man digitale Transformation?

Das ist in der Tat schwer. Das hängt von der jeweiligen Branche, Struktur, Kundenbasis und vom vertikalen Markt ab, in dem ein Unternehmen tätig ist. Grundsätzlich können wir aber digitale Transformation so definieren:

Es ist die Integration digitaler Technologien in alle Bereiche eines Unternehmens, die zu grundlegenden Veränderungen in der Art und Weise führt, wie das Geschäft realisiert wird und welche Mehrwerte es den Kunden liefert. In einer Studie von Russell Reynolds Associates, die mehr als 2.000 C-Level-Führungskräfte zu den Auswirkungen befragt haben, wird aufgezeigt, dass die digitale Disruption in fast allen vertikalen Märkten stattfindet.

(Quelle: The Industries That Are Being Disrupted the Most by Digital [Rhys Grossmann]).

Die Bedeutung der digitalen Transformation ist offensichtlich, da sie für viele Marktteilnehmer eine Frage des Überlebens ist. Die IDC-Studie „FutureScape: Worldwide Digital Transformation 2018 Predictions“ berichtet: „Bis zum Ende des Jahres 2019 werden die Ausgaben für digitale Transformation weltweit 1,7 Billionen US-Dollar erreichen, eine Steigerung von 42 Prozent im Vergleich zu 2017“, und dies wird sich stark auf externe und interne Prozesse und Geschäfte auswirken.

Die Einführung der digitalen Transformation wird aus vielerlei Gründen vorangetrieben zum Beispiel:

Mitbewerb – Die Mitbewerber haben bereits mit der Adoption der digitalen Technologien begonnen. Laut einer Studie von Forrester-Research gehen Führungskräfte davon aus, dass bis zum Jahr 2020 fast die Hälfte ihres Umsatzes durch Digitaltechnik erzielt wird.

Wachstum und Rentabilität – Um neue Geschäftsmöglichkeiten in Bezug auf Wachstum und Rentabilität zu erschließen. In einer kürzlich durchgeführten Gartner-Umfrage sagten 56 Prozent der Befragten, dass digitale Optimierungen im Unternehmen ihre Profitabilität erhöht haben.

Produktivität und Effizienz –

Digitale Technologien helfen dabei, Prozesse zu verbessern, Ressourcen besser zu nutzen und Entscheidungen schneller zu treffen.

Externe und interne Auswirkungen –

Die meisten Menschen sind heutzutage digital unterwegs. Sie shoppen online, setzen Mobiltelefone ein oder nutzen die Vorteile von Smarthome-Geräten, z. B. für das Monitoring von Temperaturen oder der Feuchtigkeit im Haus. Die digitale Transformation hat Auswirkungen auf allen Ebenen.

Als B2B-Player unterstützt ALSO ein Netzwerk mit Tausenden von Resellern, die in unterschiedlichen Branchen und Märkten aktiv sind. Die Einführung digitaler Technologien ist für die Kunden von ALSO essenziell, um in diesem wettbewerbsintensiven Markt erfolgreich zu sein und nachhaltiges Wachstum zu generieren. Vor über vier Jahren hat ALSO die Initiative zur digitalen Transformation ergriffen und arbeitet seitdem an zahlreichen Innovationen. Dazu gehörten die Entwicklung des Cloud-Marktplatzes sowie die Einführung von neuen Geschäftsbereichen wie 3D-Druck, AR, IoT und Finanzdienstleistungen.

Die Realisierung der digitalen Transformation, um ein neues Business einzuleiten, ist allerdings nicht nur eine Frage des Einsatzes neuer Technologien. Der Erfolg der digitalen Transformation hängt von der unternehmerischen Denkweise, vom „Mindset“, ab. Daher müssen B2B-Player folgende Punkte berücksichtigen:

Offenheit –

In erster Linie erfordert digitale Innovation mehr Offenheit in Bezug auf Akzeptanz und Umsetzung. Die Akzeptanz ist für eine Organisation wichtig, sie hilft immer dabei, zu definieren, was das Unternehmen will und wie es das basierend auf ihren wirtschaftlichen Bedürfnissen und ihrem strukturellen Umfeld implementieren kann. Führungskräfte spielen in diesem Stadium eine Schlüsselrolle. Sie entscheiden, was für ihre Organisation wichtig ist und wie sie die notwendigen Änderungen vornehmen können. Dieser Schritt geschieht immer in einem Top-down-Ansatz.

Kultur und Führung –

Die größte Rolle bei der Annahme der digitalen Transformation ist eine starke Führung, die die Prozesse versteht und in die richtigen Bahnen lenkt. Effektive Führung bedeutet nicht nur, die Transformation innerhalb der Organisation umzusetzen, sondern auch, dabei die Strategie und die internen Prozesse (z. B. Mitarbeiter- und Unternehmenskultur) sowie die externen Herausforderungen (z. B. Kundenerfahrung) zu berücksichtigen. Daher ist eine digitale Kultur notwendig, um die digitale Strategie zu ermöglichen.

Stärken und Schwächen –

Die Bewertung von Stärken und Schwächen würde auch dazu beitragen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie die Organisation ihre Stärken effizient einsetzen und die Entscheidungsfindung optimieren kann, um Schwächen zu reduzieren. Als Beispiel: Ein größeres Unternehmen mit mehreren regionalen Standorten implementiert ein CRM System und ihr Warenwirtschaftssystem neu auf einer Ebene, um bestehende Regionen basierend auf der jeweiligen Partnerstruktur und vertikalen Segmentierung auszuwerten. Dieser neue Ansatz liefert ein erhöhtes Bewusstsein für die Orientierung und die Geschäftsbereiche der Kunden. Anhand dieser Informationen kann das Unternehmen digitale Innovationen basierend auf den Kundenbedürfnissen einführen.

Agilität und Flexibilität –

Für die Übernahme digitaler Technologie in externen und internen Umgebungen spielen agile und flexible Denkweisen eine Schlüsselrolle. Heutzutage ist das Timing bei der Schaffung und der Einführung neuer Produkte und Services entscheidend, da es den KPI (Time to Market, kontinuierliche Verbesserung der Produkte auf Basis von Kundenfeedback, schnelles und flexibles Handeln) der Produkte definiert. Agilität und Flexibilität helfen dabei, langwierige Prozesse und langsame

Entscheidungswege zu vermeiden. Kleine und mittlere Unternehmen sind ein gutes Beispiel für agiles und flexibles Handeln im Vergleich zu großen Unternehmen.

Integration –

Eine effektive Technologieintegration ist nur möglich, wenn Mitarbeiter und Kunden bereit sind, mit neuen Technologien zu arbeiten. Daher müssen wir auf allen Ebenen aktiv werden, Rückmeldungen sammeln und regelmäßig prüfen, ob Unterstützung erforderlich ist. Mitarbeiter und Kunden alleine zu lassen mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen wird kurzfristig keinen Nutzen bringen. Für eine optimale Adoption ist das Enablement sehr wichtig.

Kundenverhalten und -erfahrungen –

Zum Kundenkreis von ALSO gehören Tausende Reseller, die in unterschiedlichen vertikalen Märkten tätig sind. Ihr Input liefert uns entscheidendes Wissen und stärkt das Bewusstsein dafür, was sie in ihrem Markt benötigen und wie wir sie dabei unterstützen können, auf dem Markt zu bestehen.

ALSO ist der Ansicht, dass sich das Kundenverhalten und die Technologien heute so schnell ändern, dass B2B-Player gezwungen sind, die digitale Transformation in ihr Geschäft zu übernehmen, um neue Marktchancen optimal zu nutzen. Als B2B-Player lernt und adoptiert ALSO kontinuierlich digitale Transformation und arbeitet eng mit Technologieführern und Unternehmen zusammen, die ihre Reise in diese digitale Welt längst begonnen haben.